Trends auf dem Immobilienmarkt

»Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen«, so lautet ein bekanntes Bonmot, das Mark Twain zugeschrieben wird. Dennoch lassen sich auf dem Immobilienmarkt schon jetzt einige Trends erkennen, die wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen.

Vom Land in die Stadt

Der Trend ist eindeutig: Immer mehr Menschen bevorzugen das Leben in der Stadt und ziehen kurze Wege und schnelle Verbindungen einem Leben auf dem Land vor. Auf die Immobilienpreise sind die Auswirkungen gravierend: Immobilien in eher ländlichen Lagen – ohne unmittelbare Nähe zu einer Großstadt – verlieren massiv an Wert bzw. sind in Einzelfällen sogar unverkäuflich. In wirtschaftlich prosperierenden Großräumen wie Hamburg, Stuttgart oder München werden die Immobilienpreise – trotz Rückgang der Bevölkerungszahl – hingegen stabil bleiben oder leicht steigen.

Mehr Individualität

Die durchschnittliche 3-Zimmer-Wohnung in durchschnittlicher Lage mit durchschnittlicher Ausstattung findet immer weniger Anhänger. Auch der Markt der Bauträger-Immobilien ist durch eine zunehmende Individualisierung und Segmentierung gekennzeichnet. Es gibt immer mehr Angebote im Luxus- und Superluxussegment, mit denen Zielgruppen erreicht werden sollen, die eine entsprechende Eigentumswohnung als Alternative zur selbst geplanten Villa sehen.

Andererseits gibt es Bauträger, die sich auf den Discount-Bereich fokussieren und preisgünstige Wohnungen in unterdurchschnittlichen Lagen errichten. Auch beim Thema Ausstattung und Grundrissgestaltung erwarten die Käufer zunehmend Flexibilität.

Trend zu mehr Fläche / mehr Wohnraum

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person wird auch in Zukunft wachsen. Das heißt, die Menschen werden tendenziell in immer größeren Wohnungen leben. Statistisch gesehen beträgt die Wohnfläche pro Person zurzeit 40 Quadratmeter. Laut dem Forschungsinstitut empirica wird dieser Wert in den nächsten 20 Jahren auf rund 55 Quadratmeter steigen. Das fast vollständige Verschwinden von 1-Zimmer-Wohnungen bei Neubauten spiegelt diesen Trend schon jetzt wieder. Wussten Sie schon, dass die Berliner mit durchschnittlich 73 Quadratmeter auf dem kleinsten Raum leben während Menschen in Niedersachsen mit ca. 102 Quadratmeter im Durchschnitt der größte Wohnraum zur Verfügung steht?

Umstieg auf nichtfossile Energieträger

Wenn es gelänge, den Energieverbrauch aller Gebäude um 25 % zu senken, wird dadurch so viel Kohlendioxid eingespart, als wenn alle PKW stillgelegt werden. Diese Zahl verdeutlicht eindrucksvoll, welches Klimaschutzpotential in Immobilien steckt.

Der Trend weg von Heizsystemen, die auf fossilen Energieträgern basieren (z. B. Erdgas, Öl) hin zu klimaschonenden Heizsystemen wie Solar, Photovoltaik, Geothermie ist unumkehrbar. Wir gehen davon aus, dass mittelfristig der Gesetzgeber den Einsatz von fossilen Energieträgern in Neubauten verbieten wird. Die EU drängt schon jetzt auf eine entsprechende gesetzliche Regelung.

Darüber hinaus stehen Wohnungen für Senioren und Themen wie „Multimedia-Funktionalität“ aktuell hoch im Kurs bei Wohnungskäufern. Mehr dazu finden Sie hier:

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