Fensterqualität in Neubau-Immobilien

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Längst sind sie keine Nebensächlichkeiten mehr: der Qualität von Fenstern ist in den letzten Jahren eine immer höhere Bedeutung zugekommen. Es lohnt sich, darauf zu achten, welche Fenstertypen der Bauherr einsetzt. Denn bereits hier lässt sich ermitteln, wie wärmegedämmt die Neubauwohnung oder das Haus tatsächlich ist. Die Berechnung der Energieeffizienz lässt gute Rückschlüsse auf die späteren Heizkosten zu.

Gut isolierte Fenster zu haben ist ein „Must Have“. Experten sind sich einig: mindestens zweifach isoliert sollten sie schon sein. Besser  – und mittlerweile in immer mehr Neubau-Immobilien sogar Standard – sind Fenster mit 3-fach Isolierung.

Entscheidend ist der U-Wert

Um die Qualität eines Fensters richtig beurteilen zu können, sind nicht zuletzt die Rahmen entscheidend. Darauf entfallen ca. 30 bis 40 Prozent der gesamten Fensterfläche.

Früher waren die Rahmen ein Manko beim Thema Wärmeschutz. Das hat sich jetzt geändert, denn durch neue Materialien und Technologien konnten mit unterschiedlichen Rahmen hervorragende Werte bei der Wärmedämmung und sogar U-Werte von 0,75 erzielt werden.

Generell gilt: je kleiner der U-Wert, desto geringer der Wärmeverlust.

Bei Neubau-Immobilien und Sanierungsobjekten ist entsprechend der EnEV von 2016 ein Wert von 1,3 W/(m²K) vorgeschrieben. Wobei das Glas maximal 0,6 haben darf.

Auch im Hinblick auf Pflegequalität, Haltbarkeitsdauer und Ästhetik konnten Rahmen in den vergangenen Jahren einiges hinzugewinnen. Dafür sind unter anderem immer neue Materialien verantwortlich, die für Fensterrahmen verwendet werden.

Wir stellen eine Auswahl der beliebtesten und beständigsten Materialien für Fensterrahmen vor.

Hoher Standard: der Holzrahmen

Zunächst der Holzrahmen: Fenster mit dieser Rahmenart finden sich derzeit vorwiegend in hochpreisigen exklusiven Immobilien. Das hat einen guten Grund: Holz ist ein exzellenter Wärmedämmer. Verbessert werden kann dieser Dämmschutz in Rahmentypen, die über gedämmte Luftkammern verfügen. Diese in Kombination mit einer Dreifachverglasung kann U-Werte von ca. 0,71 erzeugen – das entspricht bereits dem Passivhausstandard. Auch in sanierten Denkmalschutzobjekten kommen Holzrahmen häufig zum Einsatz.

Im Aufwärtstrend: Fensterrahmen aus Aluminium

Der Aluminiumrahmen galt nicht immer als bester Wärmedämmer. Das hat sich jedoch mittlerweile durch das Integrieren von Dämmstoffen in den Kammern verbessert. So ist es möglich, dass  – bei einer Dreifachverglasung – Alu-Rahmen bereits U-Werte von 0,80 erreichen können.

Kostengünstig: das Kunststofffenster

Das Kunststofffenster ist zugegebenermaßen die kostengünstigste Variante. Was nicht heißen soll, dass dieser Fenstertyp schlechter ist als die oben erwähnten Fenster- und Rahmentypen. Durch eine Kombination verschiedener Elemente wie zum Beispiel Kammern, Dämmkernen oder thermisch separiertem Stahl können sogar diese Fenster an den Passivhaustandard heranreichen.

Der Mix macht’s: Kombinierte Materialien holen auf

Durch das Zusammenfügen von unterschiedlichen Materialen lassen sich im Hinblick auf die Fensterausrüstung unter Umständen gleich mehrere Wünsche künftiger Bewohner abdecken. Zum Beispiel der Mix aus Aluminium- und Holz. Setzt der Bauherr ein Holz-Alu-Fenster ein, so können die Vorteile beider Materialien optimal zur Anwendung kommen. Aluminium steht für eine hohe Witterungsbeständigkeit und wirkt von Außen sehr modern, während Holz im Innenteil des Rahmens durch seine hervorragenden Dämmungseigenschaften die Wärme sehr gut halten kann.

Ebenso hält eine Kombination aus Kunststoff und Aluminium entscheidende Vorteile hinsichtlich Wetterbeständigkeit, Schallschutz und Wärmedämmung bereit. Ein Fenster mit dieser Kombination erhielt Ende 2013 sogar einen Innovationspreis.

Insgesamt gilt: die Fenster müssen zur Gesamtkonzeption des Gebäudes passen. Ein Passivhaus macht keinen Sinn, wenn die Fenster nicht entsprechend ausgestattet sind. Ebenso machen speziell gedämmte Fenster mit einem exzellenten U-Wert aus einem mäßig gedämmten Mehrfamilienhaus noch keinen Idealstandard, wenn nicht weitere Merkmale gegeben sind.

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